Montag, 18. November 24, Mombasa

 

Nach einem Erholungs- und Kennenlerntag in Mombasa, in unserem Strandhotel Ziwa Beach, war es dann soweit. Wir sollten unsere Motorräder aus dem Container abholen können. Die ganze Gruppe quetschte sich in einen Kleinbus und in unseren Truck. Mit einer Stunde Verspätung geht’s um 11:00 endlich los. Bis zuletzt war nicht klar, wo der Container tatsächlich entladen wird. So quält sich der Tross durch die Stadt und den Stau auf der Flughafen-Autobahn. Es ist bald 15:00 Uhr, als endlich die Türen des Containers aufgehen. Zum Glück haben die netten Speditionsleute Bänke und Stühle herbeigeschafft, und so lässt sich die Wartezeit bei Wasser und Keksen überbrücken.

 

Jeder bekommt einen Schluck Sprit in den Tank, die Batterien werden wieder angeklemmt, und unsere gute Q startet, ohne zu mucken. Das ist aber nicht bei allen so. Hier muss ein Überbrückungskabel gelegt, da muss gleich die ganze Batterie getauscht werden. 

 

 

 

 

Das Navi hat sich auch schon in Afrika eingeloggt, und ich nehme ein kleines Grüppchen mit zur nächsten angezeigten Tankstelle. Leider hat die dickste GS schon wieder Startschwierigkeiten. Diesmal wird mit einem fingerdicken LKW Kabel überbrückt. Noch einmal quer durch die Stadt. Diesmal muss jeder selbst auf sich aufpassen.

Dann ist das Abendessen hoch über dem Strand verdient.

 

 

Dienstag, 19. November 2024, Mombasa - Marangu

 

Es geht los. Der Tag, auf den wir so lange hin gefiebert haben ist da. Wir entschließen uns, die südliche Umfahrung auf kleiner Piste und durch schöne Landschaft Richtung Tansania zu nehmen. Dazu wird ein weiteres Mal das quirlige Mombasa durchquert, und wir dürfen die Likoni Fähre nehmen. Die uns entgegenströmenden Menschenmassen lassen schon Afrika-Feeling aufkommen. Kurz vor dem Ankommen auf der anderen Seite plötzlich Aufruhr und Geschrei: Mann über Board. Wir können sehen, wie er von Land aus mit Booten aus dem Wasser gefischt wird. Alles gut – 10 % Verlust sind doch normal  ;-)

Schwieriger gestaltet sich da für uns schon das Runterkommen von der Fähre. Wieder streikt die dicke Q in unserem 3er Grüppchen. Also heißt es mit Schiebehilfe erst mal von der Fähre runter und die steile Rampe hinauf. Oben bastele ich, immer umringt von neugierigen Einheimischen, aus einem gerade nicht benötigten Kabel an unserem Mopped ein Starthilfekabel, besser Käbelchen. Aber es reicht, um die Dicke in Gang zu bekommen. Mit über 1 Stunde Verspätung geht es endlich weiter.

Jetzt heißt es aber Kilometer machen. Wir durchqueren zunächst auf lehmroter Piste und dann auf der berüchtigten A 109 Kenia. Mit den Verzögerungen durch die flügellahme Q kommt es, wie es kommen musste: Wir erreichen den Grenzübergang Voi im letzten Dämmerlicht. Wenigstens haben wir die ersten Elefanten und Zebras in Straßennähe gesehen. Nach 1,5 Stunden Grenzabfertigung fahren wir gleich am ersten Tag bei Nacht durch Afrika zum Camp. Zum Glück hat uns Othman schon ein leckeres Essen zubereitet. Das Zelt wird erst danach aufgebaut.

 

 

Staubfrei...  Und spannend, dass man diese und andere Ausblicke - so weit entfernt und nur 1x gesehen - trotzdem vorher schon erahnt.
Staubfrei... Und spannend, dass man diese und andere Ausblicke - so weit entfernt und nur 1x gesehen - trotzdem vorher schon erahnt.
Deswegen fährt unser Gepäck im Truck mit ;-)
Deswegen fährt unser Gepäck im Truck mit ;-)
Endlich mal den Helm abnehmen. Kurze Rast an einer Tankstelle in Voi
Endlich mal den Helm abnehmen. Kurze Rast an einer Tankstelle in Voi
Und gleich am ersten Tag: Zebras und Elefanten in Sichtweite
Und gleich am ersten Tag: Zebras und Elefanten in Sichtweite
Gleich wird es dunkel. Da wollten wir doch nicht mehr fahren...
Gleich wird es dunkel. Da wollten wir doch nicht mehr fahren...
der König der Savanne
der König der Savanne