Der Frühstücksraum unseres Hotels verrät nochmal den ursprünglichen Charakter des Gebäudes. Wir dürfen im ehemaligen Tressorraum der Bank zwischen den Schließfächern frühstücken. Hier hat man das vorhandene Ambiente schon geschickt in die neue Verwendung integriert. Überraschungsmoment inklusive.
Nach dem guten Frühstück holen wir die E-Bikes aus der Tiefgarage und folgen dem Fluss nach Norden. Nochmals können wir ein paar neue Ecken der Stadt entdecken, befor wir dann steil aufwärts aus dem Regnitz Tal nach oben strampeln. Aber dan E - Unterstützung natürlich kein großes Problem. Aber das Thermometer überschreitet die 30° C Marke schon am Vormittag. Dafür radeln wir bald wieder durch Wälder und Felder Burgebrach zu. Auch dies wieder ein schöner Ort, aber das Highlight entdecken wir zufällig als wir an einer Ampel stehen. In einem großen Schaufenster erkennen wir eine Modellstadt, die den ganzen Raum einnimmt und die größe von New York City darstellen könnte.
Wir gehen näher ran und drücken die Nasen an die Schaufensterscheibe. Da werden wir von einem netten Herrn im Monteuersanzug angesprochen. Ob es uns gefällt und ob wir mehr sehen wollen, will er wissen. Die Stadt habe sein ehemaliger Chef in den letzten 65 Jahren aus Pappe gebaut. Nach original Gebäuden als Vorlage aber die Stadt sei nur Fantasie. So kommen wir in den ehemaligen Ausstellungsraum und können alles aus der Nähe bestaunen. Wer mehr wissen möchte kann nach -Burgebrach/Karl Sperber/Papp-Baumeister- suchen.
Von Burgebrach fahren wir durchs Ebrachtal wieder auf einem ehemaligen Bahndamm. Langsam bekommen wir Hunger, aber die Orte sind wie ausgestorben. In Burgwinheim erkundigen wir uns bei einer Passantin nach Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeit. Nein, da müssten wir schon nach Ebrach weiterfahren. Außer, es gäbe das Lädle. Da könnten wir es probieren. Gesagt, getan. Und tatsächlich, am zentralen Dorfplatz liegt das Winnämer Lädla. Eine automatisierte Einkaufsalternative ohne Personal. Etwas skeptisch halten wir unsere Bankcard an das Lesegerät vor der Tür, und wir dürfen eintreten. Drinnen ist ein ganz normaler Laden mit frischen Backwaren, Kühl- und Gefrierschränken Obst zum selbst abwiegen und sogar ein wenig Nonfood. Der Check Out genauso einfach über eine Selbstscanner Kasse und mit Kartenzahlung. Eine Kamera überwacht den Vorgang. Draußen gibt es schattige Sitzplätzte und einen Brunnen. Was wollen wir mehr. Wir verspeisen unseren Einkauf, tränken unsere T-Shirts noch im Brunnen und weiter geht unsere Tour. Und wir haben eine neue Alternative für die Nahversorgung kleiner Orte kennengelernt.
Das nächste Etappenziel ist Prichsenstadt. Der alte Ort mit Stadttoren gefällt uns, aber noch besser ist es, als auch noch eine Bäckerei auftaucht. Cappucino und Kuchen machen uns für den letzten Abschnitt bis Kitzingen fit. Vor der Abfahrt kommen obligatorisch wieder die T-Shirts ins Brunnenbad.
Der letzte Abschnitt führt überwiegend durch Felder bis es abwärts in Maintal und über die Brücke nach Kitzingen geht. Wir radeln zu unserem Hotel am Königsplatz, dürfen unsere Räder in den Fahrradraum mit gut verteilten Steckdosen für die Gästebikes stellen und beziehen unser Zimmer. Bei 38° ist es im Zimmer aber auch nicht kühler und wir gehen wieder raus zum Abendessen und Stadt erkunden.